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Grabenlose Bauweisen

Eine weitere Kernkompetenz der Unternehmensgruppe Pfaffinger ist die Rehabilitation und grabenlose Sanierung von Druck-, Gefälle- und Freispiegelleitungen.

Als zertifiziertes DVGW-Fachunternehmen kann die Unternehmensgruppe Pfaffinger hierzu alle passenden Sanierungsverfahren kompetent und zuverlässig abdecken:

  • Press-/Ziehverfahren (DVGW GW 322-1, Gruppe GN 1)
  • Berstlining (DVGW GW 323, Gruppe GN 3)
  • Relining mit Ringraum (DVGW GW 320-1, Gruppe R2)
  • Relining ohne Ringraum (DVGW GW 320-2, Gruppe R3)

Unabhängig vom Material der bestehenden Rohrleitung – z. B. Stahl, Grauguss, duktiler Guss, Beton, Stahlbeton, Asbest-/Faserzement, Kunststoff – können, je nach Erfordernis und auf den Schadensfall abgestimmt, Rohrleitungssysteme mit diesen Sanierungsverfahren vitalisiert werden. Dementsprechend kommen Rohre aus den Werkstoffen PE-HD, Stahl oder duktilem Guss zum Einsatz.

Bei allen Verfahren der grabenlosen Technik steht die Qualitätssicherung im Vordergrund. Die hohen Qualitätsanforderungen an die grabenlosen Techniken können erfüllt werden, wenn grundsätzlich deren Eignung aus ökologischer und ökonomischer Sicht nachgewiesen ist und mit der erforderlichen Sachkunde bei der Anwendung dieser Techniken eine hohe Qualität zur Zufriedenheit des Kunden erreicht wird.

 

 

Unser Leistungsspektrum

Press-/Ziehverfahren (Gruppe GN 1)

Mit diesen Verfahren kann die Altrohrleitung aus Grauguss, duktilem Guss, Stahl, Faserzement und Kunststoff trassengleich, grabenlos ausgetauscht und zudem, je nach Erfordernis, der Durchmesser verändert werden. Bei der Auswechslung von Rohren der Nennweite DN 80 bis DN 400 sind dabei Ziehstrecken bis zu 200 m möglich. Dazu sollten im Abstand von 20 bis 30 m Zwischenbaugruben als Entlastungsbaugruben erstellt werden. Diese bieten zugleich die Möglichkeit, bestehende Anschlüsse umzubinden oder neue herzustellen.

Berstlining (Gruppe GN 3)

Mit dem Berstliningverfahren wird eine Rohrleitung auf der bestehenden Trasse erneuert. Dabei wird die Altrohrleitung aufgebrochen oder aufgeschnitten, in das umgebende Erdreich verdrängt und gleichzeitig ein neues Rohr gleicher oder auch größerer Dimension nachgezogen. Man unterscheidet zwischen dem dynamischen und dem statischen Berstliningverfahren. Baugrund und Beschaffenheit des Altrohres sind bei der Auswahl des Verfahrens maßgebend. Es werden dazu alle gängigen Rohrmaterialien mit Nennweiten von DN 50 bis DN 1000 mit Längen bis zu 300 m eingezogen.

Relining mit Ringraum (Gruppe R 2)

Die Ausführung kann als Rohrstrang-Relining, Langrohr-Relining und Kurzrohr-Relining erfolgen. Die Wiederberohrung einer bestehenden Rohrleitung durch den Einzug/Einschub einer neuen Rohrleitung stellt eine Methode dar, die nur in geringem Umfang Tiefbauarbeiten und kurze Betriebsunterbrechungen erfordert und zugleich große Einzugslängen ermöglicht. Streckenlängen bis 1000 m und Nennweiten bis DN 1200 sind mit diesem Verfahren möglich. Grundsätzlich können Rohre aus allen Werkstoffen im Reliningverfahren eingezogen oder eingeschoben werden, sofern sie den zukünftigen Betriebsbedingungen entsprechen. Rohre mit längskraftschlüssigen Verbindungen können eingezogen, Rohre mit Steckmuffenverbindungen müssen eingeschoben werden.

Relining ohne Ringraum (Gruppe R 3)

PE-Rohre aus speziellen polymeren Werkstoffen werden auf der Baustelle im Reduktionsverfahren kalt verformt. Der Außendurchmesser des Einzugsrohres wird dabei um bis zu 10 % verringert. Vorab verschweißte Rohrstränge werden dabei durch eine Reduktionseinheit mittels Seilwinden oder Gestängeanlagen eingezogen. Die zu sanierende Rohrleitung wird vorher gründlich gereinigt. Eine TV-Befahrung gibt Auskunft über den Zustand der Altrohrleitung. Die Kalibrierung der vorhandenen Rohrleitung bestätigt die Machbarkeit des Verfahrens. Der nun verformte PE-Rohrstrang wird in die zu erneuernde Rohrleitung eingebracht. Eine hydraulisch betriebene Rohrschubvorrichtung kann bei Erreichen der zulässigen Zugkräfte des Neurohres dazu geschaltet werden. Eventuell vorhandene Richtungsänderungen werden über eine spezielle Zug- und Schubtakttechnik problemlos durchfahren. Nach Beendigung des Rohreinzuges und Wegnahme der Zugspannung beginnt die Rückverformung der PE-Rohrleitung (Memory-Effekt). Das PE-Rohr legt sich nunmehr ringraumfrei an die nun bereits sanierte Altrohrleitung an. Dieses Verfahren ermöglicht die Erneuerung von Rohrleitungen bis DN 1600. Dabei können Streckenlängen bis 1000 m in einem Arbeitsgang eingebracht werden. Auch problematische Bereiche wie Düker können mit diesem Verfahren problemlos erneuert werden. Das Ergebnis ist ein statisch eigenständiges Rohrsystem mit geringer Querschnittsreduzierung bei Ausnutzung der vorhandenen Rohrtrasse.

 

Maschinentechnik

Unser Unternehmen setzt auf neueste und modernste Geräte- und Maschinentechnik. Falt- und Einschubanlagen, Rohrreinigungsgeräte, Kalibrierwerkzeuge, Schweißanlagen, Rohrziehgeräte mit Gestänge oder Seiltechnik, Messwerkzeuge für die Zugkraftmessung sind nur ein Auszug unseres unternehmenseigenen Maschinen- und Gerätepools.

 

 

Zertifikat

 

 

Animationen

Press-/Ziehverfahren (Gruppe GN 1)

Press-/Ziehverfahren (Gruppe GN 1)

 

Berstlining (Gruppe GN 3)

Berstlining (Gruppe GN 3)

 

Relining mit Ringraum (Gruppe R 2)

Relining mit Ringraum (Gruppe R 2)


Relining ohne Ringraum (Gruppe R 3)

Relining ohne Ringraum (Gruppe R 3)

 

Referenzprojekt 2013

Relining ohne Ringraum (R3), PE-HD, da 800, PN 10

Die Stadtwerke München beauftragten unser Unternehmen mit der Sanierung eines
1.800 m langen Trassenabschnittes der HW 4 (Hauptwasserleitung), DN 800, aus Stahl bzw. Grauguss mit Zementmörtelauskleidung. Die zu sanierende Leitung stammt aus dem Jahr 1905.
Der Bauabschnitt umfasst dabei die Sperrstrecke 12 und 13 und beginnt in der Martiusstraße, Nähe Leopoldstraße und endet an der Schieberstellung in der Hompeschstraße. Die Trasse quert dabei auf Höhe der Max-Josef-Brücke die Isar, den Schwabinger Bach, den Oberstjägermeisterbach und unterquert im Verlauf auch den Englischen Garten.
Aufgrund der genannten Hindernisse bzw. schwierigen Trasse sollte zur Sanierung dieser Leitung PE-Material SDR 17 Da 800 eingesetzt werden und das PE-Rohr dabei mittels Reduktionsverfahren in das bestehende Rohr DN 800 eingezogen werden.
Im Zeitraum April bis Dezember 2013 realisierte Pfaffinger diese Arbeiten in hoher Qualität zur vollsten Zufriedenheit der Stadtwerke München.
Insgesamt wurden 8 Baugruben als Maschinenstandorte bzw. für den Rohrein-/auslass mit einer Tiefe von 3 bis 7 m ausgehoben und mit Spundwänden oder Trägerbohlwänden verbaut, um die entstehenden Zug- und Druckkräfte aufnehmen zu können. Die Länge der Baugruben betrug zwischen 10 und 15 m bei einer Breite von etwa 2 bis 3 m.
Zeitgleich wurden im Englischen Garten und in der Parkanlage östlich der Isar im Schutz eines Schweißzeltes aus 20 Meter langen PE-Einzelrohren (PE da 800, SDR 17) mittels Heizelement-Stumpfschweiß-Verfahren und Innen- sowie Außenwulstentfernung Rohrstränge von 135 bis 450 m Länge hergestellt, auf Rollen gelagert und dann in die vorhandene Rohrleitung im Reduktionsverfahren eingezogen.
Beim Ziehen durch eine konische Reduktionseinheit konnte aufgrund der speziellen Materialeigenschaften des PE-Rohres vorübergehend der Außendurchmesser von 800 mm auf 720 mm verringert werden. Dadurch entstand ein zum Einzug erforderlicher Ringraum zwischen Alt- und Neurohr.
Nach Rücknahme der Zugkraft ging der eingezogene PE-Rohrstrang aufgrund seiner Molekularstruktur wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück, wodurch das neue Rohr sich passgenau an der Innenseite des Altrohres anlegte.
Je nach Trassenverlauf konnten auf geraden Strecken unter Einsatz einer Gestängeanlage mit einer Zugkraft von 100 bis 130 Tonnen bis zu 50 m Rohr pro Stunde und in Abschnitten mit Richtungsänderungen mittels Seilanlage bei gleichem Kraftaufwand bis zu 30 m pro Stunde eingezogen werden.
Eine besondere Herausforderung für das Verfahren stellte der Rohreinzug in den Isardüker dar. Dieser Bauabschnitt war wegen der Vielzahl von engen Krümmungsradien des Dükers und seiner Lage besonders anspruchsvoll. Schon die Maschinenbaugrube hatte eine Tiefe von über 9 m.
Auch hier durchläuft beim Einzug der Rohrstrang zunächst die Reduktionseinheit. Um das Zugseil zu entlasten und somit maximale Zugkräfte zu reduzieren, entwickelte Pfaffinger hier ein spezielles Verfahren. Unmittelbar hinter der Reduktionseinheit wurde das PE-Rohr zusätzlich mit einer hydraulischen Greif- und Einschubvorrichtung in das Altrohr geschoben. Dank dieser Entwicklung konnte der bestehende Düker mit diesem Verfahren erfolgreich erneuert werden.
Auf insgesamt 1.800 m Länge entstand so ein neues, statisch eigenständiges Rohrsystem im Bestand.
Das Verfahren „PE-Relining ohne Ringraum im Reduktionsverfahren" stellte hier eine wesentliche Kostenersparnis gegenüber der herkömmlichen offenen Bauweise dar.

Presseartikel: Sanierung einer Hauptwasserleitung im PE-Relining ohne Ringraum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Referenzprojekt 2014

Relining im Falt- und Einschubverfahren, PE-HD da 1600, PN 4

Die SWM Infrastruktur GmbH hat die Unternehmensgruppe Pfaffinger mit der Sanierung eines Abschnittes der 3. Zubringerwasserleitung (ZW 3) aus dem Mangfallgebiet beauftragt.
Als erster Sanierungsabschnitt (= Baulos 3) wurde der Bereich zwischen den Einstiegschächten Birkmoos und Steinbach, auf eine Länge von ca. 470 m ausgeführt. Bei der Stollenleitung ZW 3 handelt es sich um einen ca. 85 Jahre alten, maulprofilähnlichen, unbewehrten Betonkanal mit den lichten Abmessungen B x H = 1.700 x 1.800 mm.
Das Wasser fließt in der Stollenleitung drucklos mit freiem Wasserspiegel.
Mittlerweile sind an verschiedenen Stellen Undichtigkeiten aufgetreten, die Wassereinträge in den Stollen zur Folge hatten und reparaturmäßig mit Innendichtschellen abgedichtet wurden. Die Sanierung erfolgte mittels „PE-Relining". Der Durchmesser des PE-Inliners war aufgrund der Stollengeometrie auf einen Außendurchmesser von DN 1600 definiert. Als Gleitfläche beim Einziehen und als Auflager für den PE-Inliner da 1600 wurden Auflagerschalen aus Stahl direkt auf die Stollenleitung gedübelt.
Am Baubetriebspunkt Birkmoos war der Einbringschacht - mit rückverankerter Spundwand verbaut - und am Baubetriebspunkt Steinbach war der Zugschacht in offener Bauweise vorgesehen. Dort erfolgte das Verschweißen der Einzelrohre, das Entfernen der Innen- und äußeren Schweißwülste, das Einfalten des verschweißten Rohrstrangs und das Einfädeln des gefalteten Rohrstrangs in die Stollenöffnung.
Der Lückenschluss der Stollenleitung im Einbring- und im Zugschacht erfolgte mit entsprechenden Form- und Übergangsstücken und Rohren aus Stahl mit Zementmörtelauskleidung und PE-Umhüllung.

>> Zur Bildergalerie

 

Presseartikel: Sanierung eines Trinkwasserstollens durch Einzug eines PE-Liners

 

 

 

 



 

Weitere Referenzobjekte           

                                                               

Berliner Wasserbetriebe
Neubau Trinkwasserleitung Bettinastraße (GN1)
ca. 800 m im Press-Ziehverfahren, DN 100 – DN 150 GGG, PN10

Gemeinde Bad Wiessee
HB Prinzenruh-PE-Relining (R2)
375 m Relining mit Ringraum, PE-HD, da 125, PN 16
in Trinkwasserleitung DN 150 St

Wasserwerke Paderborn
Neubau Trinkwasserleitung (GN3)
Auswechslung 700 m TWL, DN 300 AZ gegen DN 300 GGG
im Berstliningverfahren

Kommunale Wasserwerke Leipzig
Sanierung Abwasserdruckleitung Miltitz (R2) in Arbeitsgemeinschaft
1.000 m Relining mit Ringraum, PE-HD, da 630, DN 800 St
1.000 m DL Provisorium DN 500 St, Rohrbrücken

Kommunale Wasserwerke Leipzig
Trinkwasserleitung HVL 4 Bauernwiesen (GN3)
380 m ‚DN 500 GGG, BLS
davon 350 m im Berstliningverfahren in DN 450 St

Stadtwerke München
ZW 3, Los 3 Sanierung-PE-Relining im Einschubverfahren (R3)
42 m Relining ohne Ringraum, PE-HD, da 1600, PN 4
in Trinkwasserstollenprofil DN 1700/1800
1 Stück Übergangskonstruktion PE-HD auf Stollenprofil

Berliner Wasserbetriebe
Abwasserdruckleitung Waßmannsdorfer Chaussee (R3)
350 m Relining ohne Ringraum, PE-HD, da 1000 in DN 1000 GG, PN10

Berliner Wasserbetriebe
Trinkwasserleitung Oldenburger Straße (GN1)
500 m im Press-Ziehverfahren, DN 100 – DN 150 GGG, PN10

Markt Prien am Chiemsee
Alte Rathausstraße-PE-Relining (R2)
415 m Relining mit Ringraum, PE-HD, da 255, PN 16
in Trinkwasserleitung DN 300 St

Berliner Wasserbetriebe – Berlin Lichtenberg
Allee der Kosmonauten-PE-Relining (R3)
240 m Relining ohne Ringraum, PE-HD, da 1020, PN 10
PE-HD, da 1020, PN 10 in Abwasserdruckleitung, DN 1000 GG

Berliner Wasserbetriebe
Neubau Trinkwasserleitung Berlin-Prenzlauer-Berg, Am Friedrichshain (GN1)
400 m GGG, DN 100/150 im Press-Ziehverfahren, PN10

Netze BW
Trinkwasserleitung Bopserwaldstraße (GN3)
300 m Berstlining, DN 400 St/400 St/PE+FZM, PN25

Stadtwerke Rosenheim
Talholzstraße-PE-Relining (R2)
395 m Relining mit Ringraum, PE-HD, da 160, PN 16
in Trinkwasserleitung, DN 300, AZ

Berliner Wasserbetriebe / HELLWEG Baumärkte
Neubau Doppelmantel-Wärmetauscher Berlin-Schöneberg, Yorckstraße (R2)
210 m Kernrohr, DN 900, St in Mantelrohr, DN 1000, St, PN10

Berliner Wasserbetriebe
Neubau und Sanierung Berlin-Steglitz, Breite Straße (GN1)
510 m, DN 300 – 500, STZ Kanalsanierung, PN10
1.000 m, DN 80GG/100GGG, TWL-Auswechslung
im Press-Ziehverfahren

Berliner Wasserbetriebe
Trinkwasserleitung Karl-Marx-Allee - 1. BA + 2. BA (R2)
Rohreinzug und Rohreinschub, DN 800 St mit Gleitkufen
in vorh. DN 917 St, PN10

EnBW Stuttgart
Trinkwasserleitung Wolframstraße (R2)
Rohreinschub 500 m DN 500St/PE+FZM in DN 600 St, PN25

Berger Bau GmbH Berlin
Trinkwasserleitung Ruppiner Chaussee (GN1)
Grabenlose Rohrneulegung
150 m GGG, DN 200 im Press-Ziehverfahren, PN10